Über unser Projekt

Sprich: Wenn sich zwei Freelancer treffen und ein Projekt starten.

Hattest du schon einmal einen Kunden, der seine Rechnung nicht bezahlt hat? Verbunden mit so wahnwitzigen Ausreden wie „wir haben ihre Arbeit doch gar nicht eingesetzt“ oder „wir haben jemanden Internes gefunden, der das jetzt macht“ oder „wir haben das Projekt abgebrochen“ oder „wir haben leider nicht die Förderung bekommen, mit der wir gerechnet hatten“? Du weißt worauf wir hinaus wollen, richtig?

Mit diesen Fragen hat der amerikanische Designer Mike Monteiro Anfang 2012 einen Vortrag eingeleitet und damit nicht nur die kreative Klasse in den Vereinigten Staaten angesprochen, sondern auch Unseresgleichen in Deutschland: Freiberufler und kleine und mittlere Unternehmen der Kreativwirtschaft deren Leistungen aus den oben genannten Gründen* nicht bezahlt wurden.

Etwa einen Monat nach diesem Vortrag, am 26. April 2012, hat Sara Horowitz das Projekt The World's Longest Invoice gestartet. Freiberufler aus der USA wurden über die Freelancers Union dazu aufgerufen, auf dieser Website ihre Außenstände kund zu tun. Trotz der begrenzten Laufzeit von ca. 4 Wochen haben Kreativschaffende in den USA eine Summe an nichtbezahlten Honoraren von 15.997.477 $ zusammengetragen. Erschreckend!

Und in Deutschland?

Wie sieht es denn im „super korrekten“ Deutschland aus? Sind die Fälle, von denen wir zwei in unserer Selbstständigkeit gehört haben Einzelfälle oder betrifft es doch mehr Kultur- und Kreativschaffende? Gibt es Branchen in denen das Verhalten ausgeprägter ist als in anderen? Tritt der Fall häufiger bei niedrigen oder hohen Honoraren ein?

Diesen Fragen wollen wir mit dem Projekt „Wo bleibt mein Honorar?“ nachgehen. Aufbauend auf dem nordamerikanischen Vorbild geben wir Kultur- und Kreativschaffenden in Deutschland die Möglichkeit, hier auf ihre Außenstände aufmerksam zu machen. Wir werden das Projekt allerdings nicht zeitlich begrenzen und ab dem zweiten oder dritten Monat folgen ausführliche, monatliche Statistiken.

Und das sind wir ...

... wer hätte es gedacht ;-) Martin lebt in Saarbrücken und ist Projektmanager in der iGaming Industrie. Seit Anfang 2011 entwickelt er Webseiten in „Ruby on Rails“. Ich, Kay, wohne seit kurzem in Grevenbroich und bin Webdesigner und „freelance creative director“.

Martin Braun
Martin Braun
Kay Spiegel
Kay Spiegel

Wir arbeiten für Kunden, Agenturen und an eigenen Projekten. Doch manchmal fehlt für so ein eigenes Projekt etwas. Diese eine Fähigkeit, damit eine Idee in ein reales digitales Produkt übersetzt werden kann. Oder aber auch einfach nur der Spaßfaktor, etwas gemeinsam zu starten und wachsen zu sehen.

Mitte März haben wir uns das erste Mal über diese Projektidee ausgetauscht und es war schnell klar, wie wir unser kleines Projekt umsetzen wollten. Martin nahm das Backend in die Hand und Kay das Frontend. Das erste Github Repository war rasch aufgesetzt und mit Basecamp deckten wir die Basics für das nötige Projektmanagement ab. Et voilà, es konnte losgehen.

Wir sind gespannt, wie sich dieses Projekt nun entwickeln wird!

Hast du noch Fragen? Schreib uns, wir lesen jede Nachricht und antworten blitzschnell. Meistens.

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*) Natürlich gibt es auch echte, vertraglich begründete Vereinbahrungen für ausbleibende Honorarzahlungen, aber um diese geht es hier nicht.